Warum Joomla-Wartung wichtig ist – und was sie monatlich kosten darf
Joomla läuft nicht „einfach für immer“. Ohne Wartung wird deine Seite mit der Zeit langsamer, unsicherer und irgendwann bricht dir ein Update um die Ohren – meistens genau dann, wenn du es am wenigsten brauchst.
Was Joomla-Wartung konkret verhindert
1) Sicherheitslücken und Hacks
Die meisten erfolgreichen Angriffe passieren nicht wegen „Joomla ist unsicher“, sondern weil:
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Core/Extensions veraltet sind
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Admin-Zugänge schwach abgesichert sind
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nach einem Update etwas kaputtgeht und niemand reagiert
Regelmäßige Updates + saubere Backups sind das Minimum, sonst spielst du Roulette.
2) Totalausfall nach Updates
Updates sind nicht nur „Knopf drücken“. Typische Fehlerquellen:
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inkompatible Extensions
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Template/Builder-Konflikte
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PHP-Versionen/Deprecated-Warnungen
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Caching/Minify macht Chaos
Wartung heißt: Updates testen, nicht blind klicken.
3) Langsamwerden und schleichende Fehler
Ohne Wartung sammelt sich Müll an:
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Logs, Caches, alte Bilder/Thumbnails
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Datenbank wird „schmutzig“
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kaputte Links/404s häufen sich
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Performance sinkt, Core Web Vitals leiden
4) Backup-Realität (die meisten Backups sind wertlos)
Viele „haben Backups“. Aber:
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sie wurden nie getestet
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sie liegen auf demselben Webspace
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sie sind unvollständig (nur Dateien, keine DB)
Wartung heißt: Backup + Restore-Test + Offsite.
Was in einer sinnvollen Joomla-Wartung drin sein sollte
Minimum (für normale Firmenseiten):
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Joomla Core Updates (sicherheitsrelevant zeitnah)
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Extension Updates (mit Sichtprüfung)
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Backup Datei + Datenbank (mind. wöchentlich, besser täglich) + Offsite
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Uptime/Basic Monitoring
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Security-Hardening (Admin-URL, 2FA, Login-Schutz)
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Kurztest nach Updates (Startseite, Kontaktformular, Menü, Suche)
Bei größeren Sites/Shop/Mitgliederbereich zusätzlich:
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Staging/Testsystem
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Update-Rollback-Prozess
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Performance-Checks
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Log-/Security-Monitoring mit Alarmierung
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definierte Reaktionszeiten (SLA)
Was darf das monatlich kosten, wenn es jemand anders macht?
Es gibt keine „eine“ Zahl – aber es gibt realistische Korridore.
Realistische Marktpreise für Wartungspakete (DACH/Agenturen)
Viele Anbieter liegen bei ca. 40–70 € / Monat für „Basic/Business“ Wartungspakete (Updates + Backup, teils Monitoring). Beispiele:
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Joomla Wartung „Basic“ um 39–40 € / Monat (netto)
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Weitere Angebote starten teils ab ~27,50 € / Monat (sehr basic)
Was das in der Praxis bedeutet (ehrlich)
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Unter 30 € / Monat: oft nur „wir klicken Updates“ + irgendein Backup. Bei Problemen zahlst du extra oder stehst trotzdem allein da.
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40–70 € / Monat: typischer Sweet Spot für normale Unternehmensseiten ohne Shop, wenn kein Staging und keine harten SLAs drin sind.
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80–150 € / Monat: sinnvoll, wenn Monitoring, schnellere Reaktionszeiten, mehr Extensions, mehr Verantwortung, kleine Content-/Support-Zeiten enthalten sind.
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150–400+ € / Monat: wenn es kritisch ist (Shop, Leads, Mitgliederbereich), mit Staging, SLA, Security-Monitoring, festen Reaktionszeiten.
Warum kostet „richtig“ Geld?
Sobald bei Updates etwas schiefgeht, bist du in Stundensatz-Land. Übliche Entwickler-Stundensätze in Deutschland liegen grob im Bereich 80–150 € / Stunde; Freelancer-Angaben für 2025 liegen oft um ~104 € / Stunde (je nach Quelle/Profil).
Heißt: Ein einziger echter Zwischenfall kann dir mehrere Monate „billige Wartung“ auf einmal kosten.
Was du vom Dienstleister verlangen solltest (sonst ist es wertlos)
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Klare Liste: Was wird wie oft gemacht? (Core, Extensions, Backups, Monitoring)
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Backup-Strategie: Offsite? Aufbewahrungsdauer? Restore-Test?
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Update-Prozess: Erst prüfen/backup, dann updaten, dann smoke-test
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Reaktionszeit bei Ausfall/Hack (SLA oder zumindest „innerhalb von X Stunden“)
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Transparenz: Protokoll/Report (kurz reicht)
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Kosten bei Notfällen: Stundensatz + Abrechnung klar
Kurzes Fazit: Was „es kosten darf“
Für eine normale Joomla-Firmenwebsite ohne Shop sind 40–70 € / Monat realistisch, wenn Updates+Backups sauber gemacht werden.
Wenn du echte Verantwortung willst (Monitoring, schnelle Reaktion, mehr Extensions, Staging), plane eher 80–150 €+ / Monat – oder du zahlst im Problemfall eben nach Stunden (80–150 €/h ist üblich).